Branchen

Versicherungen

Das ubirch-Protokoll kann IoT-Sensoren so absichern, dass Versicherungen sich auf die Daten aus den versicherten Risiken vollständig verlassen können. Dies ist auch dann möglich, wenn der Versicherer nicht direkt mit der IT des versicherten Objektes verbunden ist – ubirch-versiegelte Daten können auch verifiziert werden, wenn sie indirekt in der IT des Versicherers ankommen. Mit dem ubirch-Siegel auf den Daten kann der Versicherer prüfen, ob das Datum wirklich vom angegebenen Sensor/Gerät kommt und ob irgendetwas am Inhalt oder der Reihenfolge der Daten verändert wurde. Diese Prüfung kann vollautomatisch und in hoher Geschwindigkeit erfolgen.

Für Versicherungen ergeben sich eine Reihe von geschäftlichen Vorteilen aus einer solchen Lösung:

  • Risiken können mit IoT-Daten besser bewertet werden
  • Schäden können automatisch und verlässlich reported werden
  • Betrug durch gefälschte Schaden-Daten kann eingedämmt werden
  • Schadensregulierung kann unter Umständen automatisiert oder zumindest beschleunigt werden
  • Zustandsdaten können verwendet werden, um Schäden zu verhindern oder einzudämmen

Zusätzlich zur Absicherung von IoT-Sensorik ist es möglich, auch Daten eines Smartphones entsprechend zu versiegeln – dies ist insbesondere im Falle von Photos von grosser Bedeutung für Versicherungen. Über eine mit dem ubirch Protokoll ausgestattete App können z.B. Schäden oder Risiken dokumentiert werden. Auch im Bereich von Mikro-Versicherungen spielen abgesicherte Fotos eine immer grössere Rolle.

 

Industrie/Produktion

Das ubirch-Protokoll kann verwendet werden, um Daten aus der Produktion abzusichern und zu versiegeln, bevor sie das Werk verlassen. Damit können viele Sorgen von Produzenten adressiert werden, die ihre Produktion vernetzen wollen, aber Sorge vor Missbrauch der Daten haben.

Folgende Anwendungs-Szenarien im Bereich Industrie 4.0 sind möglich:

  • Toleranz-Allokation
    Fertigungs-Toleranzen werden während der Fertigung aufgezeichnet und stückgenau in der Blockchain versiegelt abgelegt. Spätere Produktions-Schritte können die Weiterverarbeitung dann anhand dieser Daten anpassen.
  • Smart-Assembly
    Daten aus der Fertigung über alle Supplier hinweg werden verwendet, um die Montage des Endproduktes zu optimieren. So können z.B. Bauteil-Träger mit negativer Toleranz mit einem Kotflügel mit positiver Toleranz kombiniert werden. Das Endprodukt kann so mit höherer Genauigkeit gefertigt werden, ohne zusätzlich in die hochpräzise Fertigung der Einzelteile investieren zu müssen.
  • Fernwartung/Monitoring
    Maschinendaten können kryptographisch abgesichert angeschlossenen Dienstleistern zur Verfügung gestellt werden. Durch die Versiegelung profitieren alle Beteiligten vom „immutable log“ der Maschine mit dem z.B. die Einhaltung vereinbarter Wartungsmassnahmen bewiesen werden kann.
  • Wegfall von Zwischen/Eingangskontrollen
    In der vernetzten Produktion werden häufig Messvorgänge wiederholt, z.B. sowohl beim Versand der Ware als auch beim Eingang im Werk des Folgeproduzenten. Die Versiegelung von Messdaten in der Blockchain – und damit die absolute Vertrauenswürdigkeit der einmal gemessenen Daten – kann helfen, derartige Zwischenkontrollen einzusparen und die Prozesse zu verschlanken.
  • Nachweis von Herkunft und Produktionsbedingungen
    Versiegelte Daten aus der Produktion können verwendet werden, um rechtssichere Auskünfte über die Identität und Herkunft des Bauteils zu ermöglichen, sowie kritische Faktoren der Produktion zu speichern.
  • Digitaler Zwilling
    Viele Prozesse in der vernetzten Industrie setzen auf das Konzept des „digitalen Zwillings“, d.h. auf ein digitales Abbild des produzierten Gutes in der Cloud. Über dieses hat man jederzeit alle Zustandsinformationen des realen Gutes verfügbar. Je mehr Geschäftsprozesse auf diesen Daten aufsetzen, desto essentieller ist die Absicherung der Integrität dieses Daten. Das ubirch-Protokoll hilft dabei, dies mit der Blockchain-Versiegelung zu erreichen.

 

Smart Cities

Städte beginnen zunehmend IoT Sensorik einzusetzen, um ihre Infrastruktur im Blick zu behalten und digitale Services zu erbringen. In vielen Fällen spielt dabei eine große Rolle, dass BürgerInnen sich auf diese Daten verlassen können und Fälschungen nur schwer möglich sind – z.B. bei der Aufzeichnung von Luftqualität oder wenn ein Krankenwagen automatisch eine grüne Welle auslösen kann.

In gleicher Weise ist es zunehmend wichtig, Unternehmen digitale Infrastrukturen anzubieten, um Daten verlässlich zu beziehen oder untereinander auszutauschen – so wäre es z.B. möglich, dass die Führerscheinstelle für Verleihfirmen über eine Blockchain-API eine Abfrage ermöglicht, ob ein gültiger Führerschein vorliegt oder nicht.

Das ubirch Verfahren hilft hier vertrauenswürdige IoT Infrastrukturen aufzubauen und Daten vielen Parteien zur Verfügung stellen zu können, ohne besonderen Aufwand in die Absicherung der Übertragungskanäle investieren zu müssen.

 

Supply Chain/Logistics

Für komplexe Supply-Chain- und Logistik-Anwendungen wird es immer bedeutsamer, den Prozess weitgehend automatisch und datengetrieben über alle Supplier hinweg steuern zu können. Diese Anforderung passt besonders gut zu den Eigenschaften des ubirch-Protokolls, das eine verteilte Sicherheits-Infrastruktur auf Ebene einzelner Daten-Punkte etabliert. Dies hat zur Folge, dass wechselnde Parteien in der Supply-Chain nicht aufwändig über entsprechende IT-Massnahmen (VPN o.ä.) angebunden werden müssen, sondern deutlich kostengünstiger und schneller Integritätsprüfungen auf der Ebene der ein-/ und ausgehenden Daten implementiert werden können.

 

Energieversorger/Infrastruktur

Energieversorger sehen sich zunehmend mit Anforderungen immer komplexerer und dezentraler organisierter Netze konfrontiert. In Smart Micro-Grids müssen zum Beispiel viele Entscheidungen besser lokal getroffen werden als über eine zentrale Steuerung. Intelligente Devices wie z.B. E-Fahrzeuge müssen sich authentifizieren, um geladen werden zu können und es finden vielfältige Formen der Einspeisung statt. Hier kann ein Protokoll zur Absicherung der verwendeten Daten über Stromflüsse, Einspeiser und Verbraucher helfen, die Netze abzusichern und sicher zu stellen, dass nur Schaltbefehle auszuführen, die autorisiert sind. Gleichzeitig kann die kleinteilige und lokale Einspeisung bzw. der Verbrauch rechtssicher aufgezeichnet und automatisiert abgerechnet werden.

 

IoT-Plattformen

IoT-Plattformen sehen sich zunehmend mit der Anforderung konfrontiert, auch Daten über eine Blockchain-Integration absichern zu können. Dies ist jedoch nur dann wirklich sinnvoll, wenn die Daten bereits ab dem Sensor mit entsprechender Kryptographie versiegelt werden – andernfalls vermittelt die Ablage in der Blockchain eine Schein-Sicherheit. Denn niemand kann garantieren, dass die – unveränderlich – in der Blockchain gespeicherten Daten auch wirklich die Messungen am Sensor wiedergeben.

Das ubirch-Protokoll lässt sich in eine Vielzahl von IoT-Devices und Backend-Strukturen integrieren und unaufwendig zum integralen Bestandteil einer IoT-Plattform machen.

Kunden der IoT Plattform können dann für kritische Use-Cases – z.B. wenn sie von Ihren IoT Geräten pay-per-use Daten erheben wollen – eine Versiegeleung der Daten mit dem ubirch Protokoll als Option wählen.